Der Film

Flüchtlinge in Deutschland - "Wie denken diese Menschen? Welche Hoffnungen haben sie?"

Der Regisseur Adnan G. Köse wird diese Fragen in einem Dokumentarfilm beantworten.
Kooperationspartner ist der TV Jahn, dessen Antrag auf Förderung des Projektes "Letzte Zuflucht" im Rahmen des Aktionsplans Dinslaken aus dem Bundesprogramm "Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ entsprochen worden ist.

regie kameraProduktionstitel: Letzte Zuflucht
Dokumentarfilm
im Rahmen des Aktionsplans Dinslaken, gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Produktion: New Dakota Independent Filmproduction UG
in Cooperation mit TV Jahn e.V. und der UNO-Flüchtlingshilfe Bonn

Weltvertrieb: New Dakota Independent

Produzent: Adnan G. Köse

Co-Produzent: Albert Wösthoff

Produktionsleitung: Thorsten „Ippi“ Ippendorf & Ingrid Igel

uno katja hantelDrehbuch & Regie: Adnan G. Köse (bvr)

Kamera: Christine Wagner (bvk)

Ton: Max Sonnenschein

Regieassistent: Thorsten „Ippi“ Ippendorf

2. Regieassistent: Jan Moritz Hoffmann

Homepagedesign, Grafik & Plakatgestaltung: Martin Göbler

Maske: Volker Schürmann

Dolmetscherin: Özlem Özmen

michael heidinger DinslakenCatering: Restaurant Zorbas

Teambetreuung: Jess Geiger

Projektpatin: Lilo Wallerich

Förderabwicklung/Integralis e.V.: Judith Schandra

Vorsitzender TV Jahn Dinslaken-Hiesfeld e.V.: Dietrich Hülsemann

Lokale Koordinierungsstelle: Holger Mrosek, Klaus Wolsing

Bürgermeister der Stadt Dinslaken: Dr. Michael Heidinger

 

adnangkoese christinewagner ingridigel lilowallerich thorstenippi
       
janmoritzhoffmann maxsonnenschein tobiaskoester jessgeiger volkerschuermann
         
heikegriesser heidrungriesser khadrasufi mg woesthoff
         
         

 

LAST REFUGE - LETZTE ZUFLUCHT


DER FILM

Khadra Sufi floh 1990 mit ihrer Familie aus Somalia. Heute ist die weltgewandte und kluge Frau eine bekannte Moderatorin, eine beeindruckende Persönlichkeit, die keine Mühen scheut, um die Arbeit der UNO Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Khadras Geschichte ist Vergangenheit. Sie ist der rote Faden zu anderen Flüchtlingsgeschichten in der Gegenwart. Der Film zeigt, dass sich seit dem Ende von Khadras Flüchtlingsgeschichte vor 20 Jahren nicht viel geändert hat. Noch immer sieht Europa dabei zu, wie Menschen auf anderen Kontinenten gedemütigt, gejagt und ermordet werden, und gerät dabei zunehmend in Schieflage, weil eben diese Menschen versuchen, ihr Leben zu retten und über die tödliche Route durch das Mittelmeer eine Zuflucht suchen. Die einzelnen Schicksale sind nicht mehr tausende von Kilometern entfernt, wie etwa vor 20 Jahren, als Khadra aus Somalia floh, sondern durch den immensen und historisch einmaligen Ansturm direkt vor unserer Haustür, so dass wir Europäer selbst Teil dieser Flüchtlingsgeschichten werden: Wir müssen entscheiden, ob wir die Türen verschlossen halten oder Zuflucht gewähren.


DIRECTORS STATEMENT

Ein großer Teil der Dreharbeiten für „Last Refuge - Letzte Zuflucht“ fand im Flüchtlingsübergangsheim „An der Fliehburg“ in Nordrhein-Westfalen statt. Allein schon der Name des Ortes faszinierte mich seit jeher: Fliehburg. Eine „Burg“, in der Menschen Schutz suchen, se es auf der Flucht vor Armut, Hunger, Krieg oder Folter. In den neunziger Jahren fanden hier überwiegend Flüchtlinge aus Bosnien Zuflucht. Heute sind es Fliehende aus aller Welt, insbesondere aus Syrien. Als unser Team dort vor einem Jahr zum ersten Mal eintraf, um Flüchtlinge und ihre Helfer zu portraitieren, war uns durch die vorangegangenen Recherchen bereits klar, dass Deutschland eine riesige, nie dagewesene Flüchtlingswelle erst noch bevorstand, die heute, wie man weiß, ihren vorläufigen traurigen Höhepunkt erreicht hat. Die Flüchtlinge begegneten uns zunächst mit größter Vorsicht, manche sogar mit  Misstrauen und Angst, und mussten erst allmählich wieder Vertrauen in andere Menschen finden. Heute sind wir mit vielen von ihnen befreundet. Das ist vielleicht die wichtigste Brücke, die der Film seitdem geschlagen hat. Umso entsetzlicher ist es, dass dieselben Menschen, die uns vor einem Jahr ihr Vertrauen gaben, heute verbal attackiert werden und Angst vor Übergriffen haben. „Last Refuge“ soll ein Blick in die Seelen dieser Menschen werfen, in der Hoffnung, dass noch viele Brücken zwischen ihnen und den Einheimischen geschlagen werden, um beide Seiten näher zusammenzubringen.

Adnan G. Köse